Warum gibt es FirefoxOS?

Diese Frage dürfte so oder so ähnlich immer wieder auftauchen. Der Geschäftsführer der Mozilla-Stiftung, Mark Surman, hat sie Ende Oktober im ZDNet beantwortet.

Dabei verrät er, dass es bei FirefoxOS gar nicht darum geht, noch ein weiteres Betriebssystem auf den Markt zu werfen. Wir haben genug. Allerdings fördern sie nicht das Web als Plattform.

Was heißt das?

Viele Entwickler bevorzugen native Anwendungen, weil sie Zugriff auf Geräte-Funktionalitäten wie Wecker oder Beschleunigungssensor bieten. Die Sprache an sich ist dabei nicht so ausschlaggebend.

Okay, sagten sich die Jungs und Mädels von Mozilla, dann standardisieren wir doch dafür APIs, also Programmierschnittstellen, bei W3C. Dann kann von jedem Browser aus auf solche Funktionen zugegriffen werden.

Und darum gibt es FirefoxOS. Als Vorzeige-Modell. Google ist schon dabei, diese Standards in Chrome zu integrieren. Ich kann mir vorstellen, dass FirefoxOS seine Unterstützung verlieren würde, wenn Google seinen Job nur gut genug macht. Ich mein, bei 90 % Abhängigkeit … Andererseits ist Konkurrenz gut für den Wettbewerb. Man denke nur einmal an den Stillstand mit IE 6.

Aber warum braucht’s denn überhaupt Webanwendungen? Reichen die nativen denn nicht?

Nein. Denn, wenn die Webanwendungen noch funktionsreicher werden, kann jeder – insbesondere Menschen in Entwicklungsländern, die die Hauptzielgruppe von FirefoxOS sind – mit einem Internetanschluss darauf zugreifen. Von daher kommt es auch ganz praktisch, dass Google gerade Uganda erschließt. Ich freu mich auf die Entwicklung 🙂

Und wenn ihr das nächste Mal Vergleiche zieht, macht es bitte wir Surman:

Of course there’s more work to do. If I think about my G1 Android phone and I think about an Android phone I can buy today, it’s evolved dramatically.

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